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WM-Anreise wird für Ukraine-Star zur Odyssee



2000 Kilometer ist Yaroslava Mahuchikh gefahren, über drei Tage saß der ukrainische Hochsprung-Star im Auto – um bei der Hallen-WM in Belgrad an diesem Wochenende zu starten.

“Explosionen, Brände und Luftschutzsirenen” haben sie auf ihrer Reise raus aus der Ukraine begleitet, sagte die 20-Jährige: “Ich würde gerne glauben, dass es nur ein Albtraum war. Aber so sieht die Realität aus. Das ist die Realität des Krieges.” 

Trotz des russischen Angriffs auf ihr Land sind neben Mahuchikh noch fünf weitere Ukrainerinnen in Belgrad dabei, Männer sind nicht am Start – sie dürfen wegen des Krieges das Land nicht verlassen. Mahuchikh hatte in Tokio Bronze gewonnen – und anschließend mit Olympiasiegerin Marija Lasizkene aus Russland gejubelt. Lasizkene wird nicht am Start sein, der Weltverband World Athletics (WA) hat wegen der russischen Invasion alle Athleten, Betreuer und Offiziellen aus Russland und Belarus “mit sofortiger Wirkung für die absehbare Zukunft” von allen internationalen Veranstaltungen ausgeschlossen.

Mahuchikh erinnert sich nur zu intestine an den Beginn des Krieges. “Es war der 24. Februar, 4.30 Uhr morgens, als ich in meiner Wohnung in der Stadt Dnipropetrowsk durch schreckliche Geräusche von Explosionen, Artilleriefeuer und Schüssen aufwachte”, sagte sie: “Noch bevor ich meine Eltern anrief, war mir klar, dass es sich um Krieg handelte.” 

Nach Stunden der “totalen Panik” verließ sie Dnipropetrowsk und fand in einem kleinen Dorf so etwas wie Sicherheit. “Niemand dachte damals an Training, denn wir waren gezwungen, tagelang im Keller zu sitzen und die Nachrichten aus Kiew, Sumy und Charkow im Minutentakt zu verfolgen”, sagte sie: “Ein paar Tage später begann ich zu trainieren, aber in einem Stadion konnten wir nichts machen.” Und doch hat sie es irgendwie nach Belgrad geschafft. 





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