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Orbans Plädoyer für “ganzheitlichen Ansatz” im Fußball



Willi Orban ist seit Jahren eine feste Stütze bei RB Leipzig und hat schon viel erlebt. In der neuen Folge “kicker meets DAZN” spricht er über die Veränderungen unter Trainer Domenico Tedesco – und über ein großes Problem des deutschen Fußballs.

Hält bei RB hinten dicht: Willi Orban.


Hält bei RB hinten dicht: Willi Orban.

imago images/Contrast


Die Leipziger sind mit einem 4:1 gegen Mainz ins neue Jahr gestartet und wussten dabei zu überzeugen. Das lag auch Trainer Domenico Tedesco, wie Orban in der neuen Folge von “kicker meets DAZN” feststellt. “Kurz vor Weihnachten konnte der Trainer nicht so viel Input geben”, sagt Orban mit Blick auf die englische Woche für der Winterpause.


Das habe sich jetzt geändert und zeigte sich auch unmittelbar auf dem Platz. “Wir haben den Fokus auf einem ganzheitlichen Ansatz, nicht ganz auf Pressing und vertikalem Spiel”, stellt der 29-Jährige fest und betonte, wie wichtig das ist. “Die erfolgreichsten Mannschaften sind die, die das Spiel ganzheitlich sehen. Spiele werden dynamischer. Man muss schauen, dass man in allen Phasen eine klare Idee hat.”


Tedesco sei ein Trainer, der genau das forciert – und das mache den “akribischen und intelligenten” 36-Jährigen besonders. “Ich glaube, dass nicht so viele Trainer den ganz klaren Fokus auf das Spiel mit dem Ball haben. Aber es gibt einige – und man sieht international, dass es notwendig ist. Du musst einen klaren Plan haben im Spiel mit dem Ball. Wenn du alle drei Tage spielst, dann schaffst du es auch ökonomisch nicht, immer dem Ball hinterherzurennen.”


Es ist schon auffällig, dass wenige Mannschaften den Fokus auf das Spiel mit dem Ball legen.



Orban fällt auch auf, dass die Idee des ganzheitlichen Fußballs in Deutschland nicht so stark verbreitet sei. “Es ist schon auffällig, dass wenige Mannschaften den Fokus auf das Spiel mit dem Ball legen”, merkt er an und erklärt sich dies mit kulturellen oder mentalitätsbedingten Besonderheiten in Deutschland.


Mit Blick auf den Fußball sei man in Deutschland “schon immer eine Arbeiternation” gewesen, “wir haben brutale Intensität, erstmal kompakt stehen und verteidigen – aber die Balance sollte ein bisschen stimmiger sein.” Orban stellt aber auch fest, dass es “einen kleinen Trend” gibt, das zu ändern. Namentlich nennt er dabei Vereine wie den 1. FC Köln oder den SC Freiburg.


Ferner spricht Orban über “lockenden Ballbesitz”, Ex-Trainer Jesse Marsch, neue Mitspieler bei RB, seine persönliche Zukunft, seinen Ex-Klub Kaiserslautern, seinen Weggang aus der Pfalz, seine Beweggründe, dem DFB den Rücken zu kehren und für die ungarische Nationalmannschaft aufzulaufen – und er verrät, was Robert Lewandowski seiner Meinung nach Erling Haaland voraushat.

Die neue Folge “kicker meets DAZN” jetzt hören:


KMD #115 - Willi Orban

10. Januar 202201:37:43 Stunden

KMD #115 – Willi Orban

Auf ins Podcast-Jahr 2022! kicker meets DAZN meldet sich zurück nach einer kurzen Winterpause und startet zusammen mit Willi Orban von RB Leipzig in die Rückrunde! Der ungarische Nationalverteidiger spricht u.a. über den Trainerwechsel bei den Sachsen, das Mittel des lockenden Ballbesitzes und seine Erfahrungen mit der Nationalmannschaft. Außerdem gibt Orban extrem praktische Tipps für alle Hobbykicker in Sachen Schlafrhythmus und Ernährung. Oben drauf wird natürlich der erste Rückrundenspieltag durchanalysiert und dabei gemeinsam mit kicker-Reporter Michael Pfeifer ein besonderer Blick auf die starke TSG aus Hoffenheim geworfen.


Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar, wie zum Beispiel


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