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Norris hatte sich schon auf Saison ohne Podestplatz eingestellt


(Motorsport-Total.com) – Dass er für McLaren beim vierten Rennen der laufenden Formel-1-Saison 2022 auf das Podium fahren würde, hatte Lando Norris so nicht erwartet. Nach dem enttäuschend verlaufenen Saisonauftakt im März in Bahrain hatte sich der Brite insgeheim sogar schon darauf eingestellt, eine Saison ohne Top-3-Ergebnisse zu erleben.

Lando Norris

P3 in Imola: Für Lando Norris und auch McLaren der erste Podestplatz seit Monza 2021
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Doch beim Grand Prix der Emilia-Romagna am vergangenen Wochenende in Imola fuhr Norris hinter dem Red-Bull-Duo Max Verstappen und Sergio Perez als Dritter auf das Podest.

Zwar conflict dieser dritte Platz insofern ein Geschenk, da sich Ferrari-Pilot Charles Leclerc kurz vor Schluss an dritter Stelle liegend von der Piste gedreht hatte. Doch angesichts des äußert durchwachsenen Saisonstarts für McLaren nimmt Norris ein solches Geschenk dankend an.


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“Ich bin überrascht, hier zu sitzen. Es fühlt sich aber unglaublich an”, sagte Norris am Sonntag nach dem Rennen und dachte ein paar Wochen zurück: “Wenn ich mich daran erinnere, wo wir in Bahrain waren, dann hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht, dass wir in diesem Jahr überhaupt mal auf dem Podest stehen würden.”

Der angesprochene Saisonauftakt am 20. März conflict sowohl für Norris (P15) als auch Teamkollege Daniel Ricciardo (P14) ohne Punkte ausgegangen. An den folgenden beiden Rennwochenenden in Saudi-Arabien und Australien aber fuhren die beiden McLaren-Piloten zusammengerechnet dreimal in die Top 7.

Und so meint Norris nach P3 in Imola: “Es ist schon ein ziemlicher Schock. Aber vor dem Hintergrund unserer Fortschritte während des zurückliegenden Monates ist es vielleicht gar nicht so überraschend. Mit einem Podestplätze hätte ich trotzdem nicht gerechnet, weil die Red Bulls und die Ferraris so viel schneller sind.”

Charles Leclerc, Carlos Sainz

Die Ferrari-Pleite beim Heimspiel (hier der Sainz-Ausfall) kam Norris entgegen
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Ein fünfter Platz in Imola wäre für Norris “schon ein großartiges Ergebnis gewesen”, wie er bekennt. “Dann aber sind im Verlauf des Rennens ein paar Dinge passiert. Erst hatte ich einen hervorragenden Start und kam damit vor die Ferraris. So entkam ich dem Chaos, zu dem es hinter mir kam. Alles in allem war es ein einsames, aber tolles Rennen.”

Davon, dass McLaren jetzt schon das drittschnellste Auto im aktuellen Formel-1-Feld 2022 habe, will Norris aber nichts wissen: “Der Mercedes war am Wochenende nicht so schlecht. Wir waren wohl nur einen Tick schneller als sie. Der Alfa Romeo war vielleicht noch schneller. Das spielt aber eigentlich keine Rolle. Es bedeutet nicht, dass du das dritt-, viert- oder fünftschnellste Auto hast.”

“Wir haben zwei Autos geschlagen, die wahrscheinlich eine Sekunde pro Runde schneller waren. Aber eines davon ist an der Mauer gestrandet, das andere im Kiesbett”, so Norris, der damit auf die Abflüge der beiden Ferrari-Piloten Leclerc und Sainz anspricht. Letztgenannter wurde kurz nach dem Start ausgerechnet von Norris’ McLaren-Teamkollege Ricciardo ins Kiesbett befördert.



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