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“Mein Job ist nicht gut für die Welt” – Sebastian Vettel im Interview – Formel 1 – Motorsport


Vettel: Die Menschen haben vom Grund her erst mal recht, das stimmt. Mein Job ist nicht nachhaltig. Mein Job ist nicht intestine für die Welt. Und Leute wie ich, die sich vieles vielleicht ermöglichen können, aber auch sehr viele Leute erreichen können, tragen eine besondere Verantwortung, dass wir etwas tun müssen. Manchmal verzweifelt man ein bisschen, weil man sich fragt: reicht das?

Die Herausforderung besteht darin, zu sagen, welche Möglichkeiten gibt es, das anders zu gestalten, so dass es keinen Schaden anrichtet. Im Idealfall sollte es impartial sein oder sogar noch etwas Gutes mit sich bringen.

Sportschau: Die Formel 1 erlebt trotz aller Diskussionen einen Boom: mehr Rennen, neue Strecken, ein neues Reglement. Wie stehen Sie dazu?

Vettel: Wenn das Ziel ist, Geld zu verdienen, dann macht die Formel 1 das richtig. Aber die Zukunftsfähigkeit ist meiner Meinung nach dann in Frage gestellt. Der Sport an sich ist noch der gleiche. Natürlich sehen die Autos jetzt ein bisschen anders aus und man versucht, das Sportliche ein bisschen besser zu machen und weiterzuentwickeln.

Ich glaube, die Verantwortung, gerade zur jetzigen Zeit, ist so groß wie noch nie. Irgendwann wird der Punkt kommen, wo der Druck von außen so groß wird, dass man sich fragt: Was macht das für einen Sinn? Gerade weil bei uns aktiv Benzin, Öl verbrannt wird, um unseren Sport auszuüben.

Ansätze sind da. Aber um wirklich was zu bewegen, muss man halt sagen okay, der Kurs, an dem wir festhalten, ist falsch oder führt zu nichts, da braucht es eine Änderung. In der Art und Weise, wie sich die Formel 1 finanziert, was mit den Geldern passiert. Letzten Endes sind es Großinvestoren.

Und Investoren, die dahinter stehen, haben Wünsche nach mehr. Bei all diesen Themen, um zukunftsfähig zu sein, müssen wir uns oder müssen sich alle Beteiligten fragen: Gibt es ein “genug”? Und sich auf dieses “genug” einigen und nicht auf immer mehr. Vielleicht manches über Bord werfen. Vor allem diese Gier und dieses Streben nach immer mehr.



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