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McLaren “sehr zufrieden” mit Entwicklung des 2022er-Autos


(Motorsport-Total.com) – Andreas Seidl ist “sehr zufrieden” mit der Entwicklung des neuen McLaren für die Formel-1-Saison 2022. Das hat der McLaren-Teamchef in einem exklusiven Interview durchblicken lassen, welches bereits seit Mittwoch vorab für Mitglieder des YouTube-Kanals von Formel1.de freigeschalten war und seit Samstag von allen Usern kostenlos gesehen werden kann.

Andreas Seidl

Andreas Seidl ist optimistisch, was McLarens neues Auto für 2022 betrifft
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Dem Design- und Ingenieursteam konkrete Zielsetzungen im Sinne von aerodynamischen Werten zu formulieren, sei zwar aufgrund des völlig neuen Reglements, das 2022 eingeführt wird, schwierig, räumt Seidl ein, “weil man eben absolut keine Referenz hat. Trotzdem versucht man natürlich, sich als Team ambitionierte, aber auch realistische Ziele zu setzen.”

“Aus meiner Sicht bin ich sehr zufrieden mit der Entwicklung, die ich momentan sehe”, unterstreicht Seidl. “Das Fahrzeug reagiert auf die Entwicklungen. Wir machen wirklich Woche für Woche Fortschritte im Windkanal. Wie viel es am Ende wert sein wird, werden wir erst beim ersten Qualifying in Bahrain im nächsten Jahr wirklich sehen.”

Auf eine konkrete Zielsetzung in Form einer WM-Position lässt sich Seidl im Hinblick auf 2022 nicht festnageln: “Für mich ist einfach das Wichtigste, dass die Entwicklung dieses Fahrzeugs im Vergleich zu den Entwicklungen in den letzten Jahren wieder ein Schritt nach vorn ist”, sagt er.

Der Trend der vergangenen Jahre ist aus McLaren-Sicht ermutigend: 2017 beendete das Team die Konstrukteurs-WM an neunter Stelle. 2018 folgte der Wechsel von Honda zu Renault. Mit den neuen Motoren verbesserte sich McLaren weiter, vom sechsten Platz 2018 auf den vierten 2019, im ersten Jahr unter Seidls Führung.

2020 wurde McLaren sogar Dritter; 2021 dann, im ersten Jahr nach dem Wechsel auf Mercedes-Motoren, Vierter, 48,5 Punkte hinter Ferrari und 120 Punkte vor Alpine. Die von Seidl geführte Umstrukturierung trägt Früchte: “Wir haben vor mehr als zwei Jahren wirklich einen größeren Reset durchgeführt im Team in Bezug auf Organisation und Struktur”, sagt der Deutsche.


Interview A. Seidl: Klug, Sainz gehen zu lassen?

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Personell seien vorerst keine größeren Umstrukturierungen mehr geplant: “Ich bin absolut überzeugt davon, dass wir all die Talente an Bord haben, die wir brauchen, um die nächsten Schritte zu machen. Jetzt brauchen wir einfach Zeit, müssen tagtäglich zusammenarbeiten, müssen gemeinsam lernen aus Dingen, die vielleicht nicht ideal gelaufen sind, und daran wachsen”, erklärt Seidl.

2021 sei man zwar in der Konstrukteurs-WM vom dritten auf den vierten Platz zurückgefallen. Viel entscheidender ist für den Teamchef aber, dass man den Rückstand auf Mercedes und Red Bull erneut “um einige Zehntel” verkürzt habe – und das, obwohl McLaren einen der zwei erlaubten Entwicklungstoken für den Wechsel auf den Mercedes-Motor vorgeben musste.

Seidl spricht seinem Team “ein riesen Kompliment” dafür aus, dass es die Ingenieure “trotzdem geschafft haben, mit dem Auto einen Schritt nach vorn zu machen”. Wie viel der Verzicht auf einen Token konkret gekostet habe, sei “schwierig in Rundenzeit oder Performance zu fassen”. Geholfen habe es aber natürlich nicht.

Das Interview von Chefredakteur Christian Nimmervoll mit McLaren-Teamchef Andreas Seidl gibt’s jetzt als Video auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de in voller Länge (37 Minuten) zu sehen. Darin spricht Seidl unter anderem auch über die Schwierigkeiten von Daniel Ricciardo und die Gründe für den verlorenen Sieg von Lando Norris in Sotschi.



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