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Matarazzo fragt sich: “Haben wir zu viel Respekt gehabt?”



Der Nackenschlag vom vergangenen Sonntag wirkte in Stuttgart noch nach, Pellegrino Matarazzo musste sein Team aufbauen. Doch nun blickt der Coach nach vorne und hat gegen Wolfsburg einen klaren Plan.

Keine leichte Situation: Pellegrino Matarazzo (re.) musste sein Team wieder aufbauen.


Keine leichte Situation: Pellegrino Matarazzo (re.) musste sein Team wieder aufbauen.

IMAGO/Pressefoto Baumann


Die Partie in Berlin wirkte in Stuttgart noch nach, das 0:2 in der Hauptstadt tat richtig weh. “Nach diesem Spiel war natürlich die große Frage: Woran lag es?”, sagte Matarazzo auf der Pressekonferenz und lieferte dann gleich ein paar Ansätze mit: “Klar war es auch das taktische Verhalten, das Verhalten im Defensivspiel. Oder das Thema, warum wir zurückgewichen sind, oder unsere unabgestimmten Laufwegen in der Offensive in der zweiten Hälfte. Wir haben vor dem Spiel ein sehr gutes Gefühl gehabt, das Gefühl war intensiver und hitziger als die Spiele davor. Doch wir haben es nicht auf den Platz bekommen.”


Das große Thema in dieser Woche beim VfB-Coach warfare deswegen: “Haben wir zu viel Respekt für die Situation gehabt? Das war Teil der Analyse. Was braucht man, um gegen Wolfsburg performen zu können?” Eines machte Matarazzo deutlich: “Es gibt gar keinen Zweifel, ob wir wollen oder nicht. Die Jungs wollen, das bestätigt die Reaktion nach dem Spiel Anfang der Woche, das waren ein paar nicht so schöne Tage. Jetzt geht es darum, wieder aufzustehen für das nächste wichtige Spiel gegen Wolfsburg. Wir müssen eine Reaktion zeigen.”


Dabei gilt es für die Schwaben, nach dem größtenteils blutleeren Auftritt in Berlin auch die Fans hinter sich zu kriegen. Denn nach der Partie kam das Gefühl auf, dass die Stimmung kippt, die Anhänger waren richtig bedient. “Wir haben auch Spiele verloren, wo die Fans geklatscht haben. Wenn wir so ein Spiel abliefern, dann haben die Fans auch ein Recht, ihre Frustration zu äußern, dass muss uns klar sein”, so Matarazzo, der fordert: “Es liegt an uns, die Fans mitzunehmen, auch gegen Wolfsburg, dass sie voll an Bord sind. Dann haben wir ein Brett wieder im Rücken.”

“Wir wissen nicht, welches Gesicht sie zeigen”


Als aktuell 16. hat Stuttgart vier Punkte Rückstand auf Platz 15 und zwei Zähler Vorsprung auf Rang 17. Mit Wolfsburg kommt am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) eine Mannschaft ins Schwabenland, die bei neun Punkten Vorsprung auf Platz 16 so intestine wie sicher gerettet ist. Ist das ein Vorteil für den VfB? “Die Situation ist nicht entscheidend, sondern die Leistung vom Gegner. Wolfsburg war diese Saison nicht konstant, letzte Woche haben sie zum Beispiel ein sehr gutes Spiel gemacht (5:0 gegen Mainz, d.Red.). Wir wissen nicht, welches Gesicht sie zeigen”, sagt Matarazzo.

Fragezeichen hinter Einsatz von Marmoush


Personell steht noch ein Fragezeichen hinter Omar Marmoush, der an muskulären Problemen laboriert. Er hat noch nicht mit der Mannschaft trainieren können. “Omar soll morgen das Abschlusstraining mit dem Team absolvieren. Wenn alles einwandfrei verläuft und er ein gutes Gefühl hat, ist er eine Option für das Spiel”, berichtet der Stuttgarter Coach, der wieder auf Erik Thommy (nach gesundheitlichen Problemen), Hiroki Ito (nach Nasen-Op) und Atakan Karazor (nach Corona-Infektion) bauen kann. Aber egal, wer aufläuft, eines machte Matarazzo klar: “Wichtig ist, wie wir aus der Kabine kommen. Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen als gegen Hertha.”



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