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Fußball-Bundesliga zwischen leichter Entspannung und Omikron-Angst – Bundesliga – Fußball


Etwas Entspannung

In der kurzen Winterpause hatten zahlreiche Profis Corona aus dem Urlaub mitgebracht und mussten erstmal in Quarantäne. Die ist nun für viele beendet. So sind zum Beispiel bei RB Leipzig Dani Olmo, Benjamin Henrichs und Solomon Bonnah nach überstandener Infektion wieder im Übungsbetrieb.

Die Verantwortlichen bundesligaweit hoffen, dass die Zahl der Fälle wieder zurückgeht, nachdem sich die Spieler nun wieder im Trainings- und Liga-Alltag mit den vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen befinden. Aber es gibt auch immer wieder neue Fälle wie zuletzt bei Bayer Leverkusen mit Paulinho und Niklas Lomb.

Neue Quarantäne-Regeln

Den Klubs hilft es, dass Bund und Länder die Quarantäne- und Isolationszeiten verkürzt haben. So besteht nicht die Gefahr, dass ein Team durch Massen-Isolation lahmgelegt wird. Wer geboostert, frisch doppelt geimpft oder frisch genesen (jeweils maximal drei Monate zurückliegend) ist, muss nicht in Quarantäne, wenn er Kontakt zu einem Omikron-Infizierten hatte. Die Quarantäne für Infizierte wurde von 14 auf zehn Tage verkürzt, nach sieben Tagen ist ein Freitesten möglich.

Allerdings ist weiterhin unklar, ab wann die Regeln in Kraft treten.

Voraussetzungen für Spielabsetzungen

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn hatte eine Überarbeitung der Spielordnung angemahnt, weil Verletzte und Gesperrte nicht zu den Ausfällen zählen, wenn es um eine Spielverschiebung geht. 16 einsatzbereite Spieler genügen für den Anpfiff. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) reagierte auf die Kritik und lässt die aktuellen Regelungen für mögliche Spielabsetzungen von der Saison 2022/23 an erneut überprüfen.

Damit wurde die “Kommission Fußball” beauftragt. Die Überprüfung der zuletzt am 14. Mai 2020 ergänzten Regelung hat bereits begonnen. Von einer Änderung der Regelung während der laufenden Runde werde “mit Blick auf die Integrität des Wettbewerbs zum gegenwärtigen Zeitpunkt abgesehen”. Die DFL rät seit Wochen zur engen Abstimmung der Vereine mit dem örtlichen Gesundheitsamt. Dabei setzen die Behörden vor Ort unterschiedliche Prioritäten.

Auswirkungen auf den Transfermarkt

Keiner weiß, wie viele Spieler noch ausfallen. Deshalb versuchen die Vereine derzeit nicht wie sonst in der Winterpause üblich einige Dauerreservisten loszuwerden. “Wir werden die aktuelle Corona-Lage berücksichtigen und niemand auf Teufel-komm-raus verkaufen. Zumal wir ab März ja auch wieder alle drei Tage spielen”, sagte Sportvorstand Markus Krösche vom Europa-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt.

Die sportlichen Folgen

“Ich hoffe nicht, dass man am Ende darüber reden muss, wer im Januar oder Februar besser durchgekommen ist”, sagte Fredi Bobic, Sport-Geschäftsführer von Hertha BSC. Die Wahrscheinlichkeit aber ist hoch – von der ersten bis zur dritten Liga.

“Im Kampf um den Auf- oder gegen den Abstieg kann das schon ein Faktor werden”, sagt Sportdirektor Oliver Kreuzer vom Zweitligisten Karlsruher SC. Deutlicher drückt es Eintracht Braunschweigs Sportchef Peter Vollmann aus: “Corona wird in den kommenden Monaten Ergebnisse beeinflussen, Spiele entscheiden und für Verschiebungen in der Tabelle sorgen.”

Der Ausblick

Sollte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Recht behalten und die Hälfte der europäischen Bevölkerung tatsächlich bis März mit der Omikron-Variante infiziert worden sein, betrifft das eben auch die Profisportler – trotz der vergleichsweise hohen Impfquote, die im Profifußball laut offiziellen Angaben bei 90 Prozent (70 Prozent davon “geboostert”) liegt. Dass unter diesen Voraussetzungen durchgehend gespielt werden kann, erscheint kaum möglich.


dpa
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Stand: 12.01.2022, 12:45



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