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Die TSG Hoffenheim kommt in die Jahre



Nach wie vor steht Hoffenheim für die Entwicklung von jungen Spielern. Doch gegen Freiburg (3:4) stand beim Anpfiff die bislang routinierteste Erstliga-Mannschaft auf dem Platz.

Oliver Baumann (31, li.) und Kevin Vogt (30) heben den Altersschnitt der TSG Hoffenheim.


Oliver Baumann (31, li.) und Kevin Vogt (30) heben den Altersschnitt der TSG Hoffenheim.

IMAGO/Uwe Kraft


Auch in dieser Saison wurde die TSG durchaus ihrem Ruf als Talenteförderer und -Ausbilder gerecht. Der bis in die Nationalelf durchgestartete Bundesliga-Debütant David Raum (24), U-21-Nationalspieler Angelo Stiller (21) oder Jungstar Georginio Rutter (20), der als einziger Kaderspieler bislang in allen Pflichtspielen auf dem Platz stand, dienen als Beispiele. Zudem feierten auch die Eigengewächse Fisnik Asllani (19) und der erst 16-Jährige Tom Bischof als bislang jüngster Bundesligaspieler der TSG ihre Debüts.


Und dennoch brachte Hoffenheim zuletzt mehrfach sehr viel Routine auf den Platz. Beim Anpfiff gegen Freiburg hatte Trainer Sebastian Hoeneß die bis dahin älteste Startelf der Hoffenheimer Bundesliga-Geschichte formiert. Die tagesgenaue Hochrechnung am Spieltag ergab ein Durchschnittsalter von 27,50 Jahren. Was nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass so manche feste Größe in die Jahre gekommen ist. Am Samstag standen mit Oliver Baumann (31), Kevin Vogt (30), Pavel Kaderabek (30) und Andrej Kramaric (30) allein vier Kandidaten jenseits der 30 auf dem Rasen. Gefolgt von Munas Dabbur (29), Ihlas Bebou (28), Kevin Akpoguma (27) und Diadie Samassekou (26). Raum (24) führte die Fraktion der U-25-Spieler an, zudem drückten noch Christoph Baumgartner (22) und eben Stiller (21) den Schnitt.


Rutter kam erst später von der Bank, ebenso aber auch Rekordspieler Sebastian Rudy (32). Auch Kapitän Hübner (32, Rückenprobleme) hätte in fittem Zustand seinen Anspruch auf einen Stammplatz anzumelden. Was nicht heißt, dass Hoffenheim zu überaltern droht. Schließlich fehlten verletzt oder gesperrt etwa Dennis Geiger (23), Stefan Posch (24), Florian Grillitsch (26), Marco John (20) oder Chris Richards (22).

Der Stamm der Hoffenheimer bekommt mehr Jahresringe


Dennoch ist es eine bemerkenswerte Momentaufnahme. Schon an 30. Spieltag beim 0:0 gegen Fürth hatte die TSG mit ihrer damaligen Startelf einen neuen Altersrekord (27,37) aufgestellt, der den vorigen vom Saisonfinale der Vorsaison beim 2:1 gegen Hertha BSC (27,36) minimal toppte. Auch der Stamm der Hoffenheimer bekommt eben mehr Jahresringe …



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