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Die MotoGP-Krise des Alex Rins


Nach dem fünften Saisonrennen der MotoGP in Portimao war die Welt für Alex Rins noch vollkommen in Ordnung. Der Suzuki-Pilot führte mit 69 Zählern punktgleich mit Fabio Quartararo die Weltmeisterschaft an und hatte bereits vier Top Fünf Resultate erzielt. Nach zehn Rennen hat der französische Weltmeister 172 Punkte auf dem Konto, beim Spanier Rins steht immer noch die 69. Aus der Führungsposition ist mittlerweile ein achter Rang in der WM geworden.

Innerhalb weniger Monate hat sich Rins Position in der MotoGP-Welt auf den Kopf gestellt. Alles Begann mit der Schockmeldung Anfang Mai, dass Suzuki sich mit Ende der Saison 2022 aus der Königsklasse des Motorradsportes zurückziehen wird. Mit einem Schlag stand die Zukunft von Joan Mir und Alex Rins in der MotoGP in Frage und der Kampf um die Weltmeisterschaft erfuhr einen Bruch.

Während der Weltmeister von 2020 seitdem immerhin noch einmal als vierter ins Ziel kam, konnte der dreifache MotoGP-Sieger Rins dreimal in Folge keine einzige Zielflagge mehr sehen. Doch es kam sogar noch härter. Bei seinem letzten Auftritt in einem Grand Prix in Barcelona wurde Rins Opfer der, von Takaaki Nakagami ausgelösten, Startkollision und brach sich Knochen am Handgelenk.

Zwei Wochen später am Sachsenring bekam der Suzuki-Pilot die Folgen des Unfalls zu spüren: Nachdem er sich durch die ersten drei Trainings gekämpft hatte, musste er den Start aufgrund zu großer Schmerzen absagen. Schon nach den zwei Freitagstrainings gab der Spanier zu: “Im Moment schaffe ich nur drei bis vier Runden am Stück. Obwohl ich Schmerzmittel genommen habe, tut es konstant weh.”

Der Sturz in Le Mans war der erste von drei Ausfällen in Folge für Rins -
Der Sturz in Le Mans war der erste von drei Ausfällen in Folge für Rins –Foto: LAT Images

Titelambitionen vorbei, Handgelenk kaputt, aber MotoGP-Zukunft gesichert?

Auch wenn Rins beim Grand Prix in Assen den nächsten Versuch wagen wird, ist noch unklar, ob der Spanier eine volle Renndistanz absolvieren können wird. Der Zug Richtung Weltmeisterschaft ist angesichts von über 100 Punkten Rückstand und Rins’ Gesundheitszustand ohnehin so gut wie abgefahren. Momentan wäre wohl eher eine Zielankunft, wenn möglich in den Punkten, ein realistischer nächster Schritt.

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Angesichts seines Negativlaufes, dem Rückzug seines Teams und der Handgelenksverletzung könnte der geneigte Beobachter meinen, dass Rins gerade nicht in der Lage ist, sich für die Saison 2023 zu empfehlen. Der Spanier zeigte sich am Sachsenring jedoch unbesorgt, dass er in der nächsten Saison in der Startaufstellung fehlen könnte. “Was die Situation für nächstes Jahr angeht habe ich ein gutes Gefühl”, gab der Spanier zu Protokoll.

Denn das Interesse an den Fahrkünsten des 26-Jährigen ist im MotoGP-Paddock keineswegs abgeflaut. “Es ist noch nichts unterschrieben, aber ich bin über das Interesse einiger Teams glücklich. Mal sehen, ob wir in den nächsten Rennen bereits etwas verkünden können. Wir sind noch in Gesprächen und sehen uns um”, berichtete der Spanier ohne große Zukunftssorgen. Nach den katastrophalen letzten Wochen ist also zumindest der Verbleib in der Königsklasse für Rins kaum in Gefahr.



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