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Der Bayern-Besieger-Fluch – 11FREUNDE



Am Samstag trat Borussia Mön­chen­glad­bach gegen Bayer Lever­kusen an. Die Chancen der Fohlen standen schon vor dem Anpfiff schlecht. Der Grund: Auf ihnen las­tete der Bayern-Besieger-Fluch. Nur zwei der letzten zehn Bayern-Besieger konnten das dar­auf­fol­gende Bun­des­liga-Spiel gewinnen.

Borussia Mön­chen­glad­bach sollte keine Aus­nahme dar­stellen. Auf den 2:1‑Erfolg gegen den Rekord­meister folgte eine 1:2‑Niederlage gegen Lever­kusen. Die Glad­ba­cher sind in dieser Saison kaum zu greifen – genauso wenig wie die Lokal­kon­kur­renz aus Lever­kusen. Fünf Beob­ach­tungen.

1. Mön­chen­glad­bach nähert sich dem Hütter-Fuß­ball

7,5 Mil­lionen Euro soll die Borussia für Trainer Adi Hütter gezahlt haben. Diese Zahl lastet wie eine Hypo­thek auf dem Trainer. Die Saison bisher ver­läuft schwan­kend, Glad­bach steht im Mit­tel­feld der Tabelle. Die ersten Außen­ste­henden fangen an, am Trainer zu zwei­feln.

Dabei drückt Hütter dem Glad­ba­cher Spiel immer stärker seinen Stempel auf. Mitt­ler­weile hat er das 3−4−1−2 als Stamm­for­ma­tion eta­bliert; mit einem ähn­li­chen System hatte er große Erfolge in Frank­furt. Auch das hohe Pres­sing gelang den Glad­ba­chern zuletzt besser. Sowohl gegen die Bayern als auch gegen die Lever­ku­sener hielten sie in der ersten Halb­zeit den Druck hoch. Selbst die Außen­ver­tei­diger schoben weit in die geg­ne­ri­sche Hälfte. Man kann Glad­bach den Ein­satz im Spiel gegen den Ball nicht abspre­chen.

2. Lever­kusen hat das Tempo, das Glad­bach gerne hätte

Was den Glad­ba­chern zum Hütter-Fuß­ball aus Frank­furter und Berner Zeiten fehlt, ist das Tempo im Angriffs­spiel. Lars Stindl lässt sich als Stürmer häufig fallen, auch Zehner Flo­rian Neu­haus hält den Ball lange. So hat Glad­bach zwar viel Prä­senz im Zeh­ner­raum, jedoch zu wenig Tiefe im Spiel nach vorne.

Dieses Pro­blem plagt Lever­kusen nicht. Im Gegen­teil: Ihre Angreifer pos­tieren sich häufig an der letzten Linie. Nicht nur Patrik Schick, son­dern auch die Außen­stürmer ver­su­chen ständig, hinter die letzte Linie zu gelangen; sei es mit Sprints in die Tiefe oder mit Dribb­lings.

Im direkten Duell wollten beide Teams den Gegner mit Tempo aus­kon­tern. Lever­kusen gelang dies besser. Das lag nicht unbe­dingt am eigenen 4 – 2‑1 – 3‑System, das Glad­bach gut ent­schlüs­selte. Viel eher waren die tech­ni­sche Klasse und die Schnel­lig­keit der Ein­zel­spieler ent­schei­dend.



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