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Darts-WM: Nathan Aspinall wendet Ausscheiden gerade noch ab



Er gestikulierte ins Publikum, nachdem er den siebten perfekten Dart verpasst hatte, verlor die Konzentration – aber ist nun doch weiter. Nathan Aspinall sah sich in seinem Zweitrundenmatch sogar einem Matchdart gegen sich ausgesetzt.

Extrovertiert und letztendlich am Mittwoch auch erfolgreich: Nathan Aspinall.


Extrovertiert und letztendlich am Mittwoch auch erfolgreich: Nathan Aspinall.

Getty Images


Der höchstgesetzte Spieler des Mittwochabends eröffnete das Treiben im Londoner Alexandra Palace und hätte sich wohl einen deutlich klareren Ausgang gewünscht. Beim 3:2-Sieg über Joe Murnan hatte Nathan Aspinall allerdings von Beginn an Probleme.


Zum Auftakt verwarf er vier Satzdarts und lief dann fortwährend einem Rückstand hinterher. Nachdem der Zehnte der Geldrangliste auch das erste Leg des zweiten Satzes abgegeben hatte, weckte er sich mit sechs perfekten Darts in Serie selbst auf – um dann mit einer 24-Punkte-Aufnahme (20, 3, 1) fast alles wieder einzureißen. Nach der einfachen 20 hatte er nämlich sauer in Richtung Publikum gestikuliert und die Konzentration kurzzeitig aufgegeben.

Murnan vergibt den Matchdart


Sein Kontrahent Murnan (Nummer 94 der Welt) ging also mit 2:1 nach Sätzen in Führung, legte auch im vierten Satz ein 2:0 vor. Als es aber darum ging, sich zu belohnen, scheiterte er an seinem Matchdart auf die Doppel-20. So musste der Entscheidungssatz herhalten. Dort verfehlte der ausgesprochen selbstbewusste, ja extrovertierte Aspinall zunächst reihenweise die Doppelfelder. Weil er aber durchgehend besser scorte, war er letztendlich der logische Sieger.


Ebenfalls in den Entscheidungssatz ging das Duell zwischen Dirk van Duijvenbode (Niederlande) und dem Russen Boris Koltsov. Nach wechselhaftem, nicht gerade hochklassigem Verlauf zog der zuvor favorisierte van Duijvenbode in die 3. Runde ein.

Huybrechts fordert Price


Nicht wirklich besser, wenn auch klangvoller kam das Match zwischen Kim Huybrechts und Steve Beaton daher. Letzterer konnte allerdings nicht an den starken Auftritt in der vorigen Runde anknüpfen, als er Fallon Sherrock überraschend aus dem Turnier geworfen hatte. Huybrechts erzielte höhere Aufnahmen als Beaton und hatte in den entscheidenden Momenten die Nase vorn.


Im vierten Satz finishte der höchst erfahrene Beaton dann mal 146 Punkte – und ließ sich, ganz Gentleman, gar nichts anmerken. Schon den Sieg über Sherrock hatte er kaum mit einer Regung quittiert. Dank des 3:1-Siegs steht Huybrechts in der 3. Runde und trifft dort auf die Nummer eins der Welt, Gerwyn Price.

Whitlock scheitert abermals früh


Den Abend schloss Publikumsliebling Simon Whitlock ab. “The Wizard” erreichte gegen Martijn Kleermaker aber einmal mehr nicht sein Niveau vergangener Tage. Immer wieder fehlten ihm beim Zielen auf die Doppelfelder nur Millimeter, so kippte die Partie nach und nach zu Gunsten des Außenseiters aus den Niederlanden.


Als Whitlock im dritten Satz 135 Punkte via Bulls-Eye auscheckte, keimte noch einmal Hoffnung auf eine Wende auf, aber da war es fast schon zu spät. Kleermaker hatte Lunte gerochen. Obwohl er am Ende den Dart zum Matchgewinn versehentlich fallen ließ, steckte dieser Sekunden darauf wie gewünscht in der Doppel-Zehn – die Überraschung war geschafft und der Favorit aus Australien einmal mehr früh raus aus dem Turnier.



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