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2. Bundesliga » News » Droht dem FC Schalke 04 jetzt der finanzielle Ruin?


Russlands Angriff auf die Ukraine hat auch Folgen für den FC Schalke 04. Der umstrittene Millionen-Deal des Zweitligisten mit Hauptsponsor Gazprom ist nun offiziell begraben. Fieberhaft wird in Gelsenkirchen hinter den Kulissen an einer Nachfolgelösung gearbeitet.

Droht Schalke wegen der Trennung vom russischen Energiekonzern der Ruin? Ist bereits ein neuer Geldgeber in Sicht? Was steckt hinter dem Solidaritäts-Angebot von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und welche Rolle spielt Ex-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies? sport.de beantwortet die wichtigsten Fragen zu der brisanten Thematik.

  • Droht dem FC Schalke 04 ohne Gazprom der finanzielle Ruin?

Zumindest müssen die immer noch bis über beide Ohren verschuldeten Knappen den Gürtel wohl noch einmal deutlich enger schnallen.

Bis zu zehn Millionen Euro pro Saison soll Schalke bisher von Gazprom kassiert haben – ein exorbitanter Betrag, insbesondere für Zweitligaverhältnisse. Bei einer Rückkehr in die Bundesliga sollen gar 20 Millionen Euro pro Jahr gewinkt haben.

Dass der Nachfolger des Energieriesen, der sich mehrheitlich im Besitz des russischen Staats befindet und damit indirekt an der Finanzierung von Vladimir Putins Ukraine-Krieg beteiligt ist, auch nur annähernd diese Beträge für ein Schalke-Sponsoring aufwendet, scheint ausgeschlossen.

Mit 60 bis 70 Prozent weniger Einnahmen müsse Schalke zukünftig rechnen, schrieb zuletzt die “Süddeutsche Zeitung”.

Der Klub selbst gibt sich optimistisch. “Die vollständige finanzielle Handlungsfähigkeit des Vereins bleibt unberührt”, hieß es in der Vereinsmitteilung zur Trennung von Gazprom.

  • Hat der FC Schalke 04 einen neuen Hauptsponsor an der Angel?

Angeblich ja. Laut “Spox” steht ein einheimisches Unternehmen in den Startlöchern, das sich gerne auf Schalke engagieren möchte. Der Name des möglichen neuen Hauptsponsors sickerte jedoch bislang nicht durch.

Arena-Namenssponsor Veltins schloss gegenüber “Bild” ein ausgeweitetes Engagement bereits aus.

Eine lang andauernde Suche kann und will sich der Revierklub nicht leisten. “Die Vereinsführung ist zuversichtlich, zeitnah einen neuen Partner präsentieren zu können”, teilte Schalke mit.



Grundsätzlich könnte Schalke durch das Ausscheiden von Gazprom allerdings sogar attraktiver für andere Sponsoren geworden sein. Der Leumund der Russen war nicht erst seit dem Ukraine-Krieg schlecht und hielt wohl einige Unternehmen davon ab, im Schalker Umfeld zu werben.

  • Was steckt hinter dem Solidaritäts-Angebot von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke?

Für den nun eingetretenen Fall der Trennung von Gazprom brachte Hans-Joachim Watzke, DFL-Aufsichtsratsvorsitzender, DFB-Interimspräsident sowie Geschäftsführer des BVB, bereits am vergangenen Wochenende einen Solidartopf für Schalke ins Gespräch.

“Wenn es dazu dann auch der Solidarität der anderen Klubs in Deutschland bedarf, um sie aus dieser Situation einigermaßen gut herauszuführen, dann müssen wir darüber diskutieren, wie wir das hinkriegen können”, sagte er im “ZDF”.

Auf Anfrage der “dpa” berichtete Schalke von einem “guten Gespräch” am Telefon zwischen Vorstandschef Bernd Schröder und Watzke. Details zu den Inhalten wollten die Königsblauen jedoch nicht preisgeben.

  • Rettet Clemens Tönnies den FC Schalke 04?

Das wäre für viele S04-Fans das absolute Worst-Case-Szenario, wurde der langjährige starke Mann nach zahlreichen Fehltritten im Sommer 2020 doch mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt.

Auch die Verantwortlichen sind inzwischen weit vom Ex-Aufsichtsratschef abgerückt. Anfang 2021 schlugen sie ein Angebot von Tönnies aus, der dem Klub im Abstiegskampf mit einem Millionen-Sponsoring helfen wollte.

Im Zuge der Gazprom-Trennung könnte eine ähnliche Konstellation nun aber wieder zum Thema werden.

“Ich bin im Klub nicht mehr aktiv eingebunden, aber Schalke bleibt für mich eine Herzensangelegenheit. Wenn ich irgendwo unterstützen könnte, würde ich es wahrscheinlich tun”, teilte Tönnies via “Bild” mit.

Tobias Knoop



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